Knochenhandwerk aus dem Iran

Im Iran werden vorwiegend die Knochen des Zweihöckrigen Kameles (Camelus bactrianus) als Rohmaterial verwendet. Entfettet und gebleicht werden sie wie Holz zugeschnitten, verleimt und oberflächenbehandelt. Als Werkzeuge dienten früher Sägen, Feilen, Schleifsteine aus Basalt, aber auch handbetriebene Bohrmaschinen mit Bogenantrieb und einfache Drechselbänke. Heute werden elektrische Maschinen verwendet.

Eine iranische Spezialität ist die Verzierung der Objekte mit farbenprächtigen Malereien, eine Tradition, die seit mindestens 450 Jahren belegbar ist. Die Bemalung wird abschließend mit einem aus Baumharzen hergestellten Klarlack im Einbrennverfahren versiegelt. Angefertigt werden kleine Gebrauchsgegenstände wie Kästchen, Schminkfläschchen oder Vasen. Knochenplatten werden auch als Untergrund für kleine Gemälde verwendet.

Die hier angebotenen Objekte werden in Ishfahan hergestellt und von Künstlern und Kunststudenten bemalt.